Apotheken-Umfrage: Rabattverträge bleiben erklärungsbedürftig

Viel Beratungsbedarf besteht in den Apotheken (Foto: BV)
Viel Beratungsbedarf besteht in den Apotheken (Foto: BV)

30.10.2008 – BERLIN (MedCon/sw) – Längere Wartezeiten und uninformierte oder sogar unzufriedene Kunden: Die Rabattverträge sorgen in den Apotheken immer noch für erheblichen Erklärungsbedarf, logistische Probleme und einen erheblichen Zusatzaufwand.

Auf eine bislang unveröffentlichte Umfrage in mehr als 200 Apotheken, die im Auftrag des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) durchgeführt wurde, macht die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) aufmerksam: 63 Prozent der befragten Apotheken hätten darin angegeben, die Rabattarzneimittel seien "gelegentlich" nicht lieferbar. Bei 33 Prozent seien sie sogar "häufig" nicht lieferbar. In 67 Prozent der befragten Apotheken würden Kunden "mit Unkenntnis" auf die Rabattverträge reagieren, in 94 Prozent der Apotheken seien sie sogar "unzufrieden". Aufgrund der Umsetzung der Rabattverträge hätten sich die Wartezeiten in 79 Prozent der Apotheken "häufig" verlängert, in 19 Prozent der Apotheken "gelegentlich".

"Die Apotheken erklären den Patienten, welche Rabattarzneimittel ihre Kassen für sie vorgesehen haben und warum diese Medikamente manchmal nicht sofort verfügbar sind", sagt DAV-Vorsitzender Hermann S. Keller. "Wir setzen die Rabattverträge konsequent um und leisten damit unseren Beitrag zur Dämpfung der Ausgabensteigerungen."

Derzeit gibt es nach Angaben der ABDA knapp 25.000 Rabattarzneimittel, die mithilfe von 19 Millionen Datensätzen in der Apothekensoftware verarbeitet werden. Die meisten der 215 Krankenkassen sowie mehr als 100 Hersteller hätten Rabattverträge abgeschlossen, rechnet die ABDA vor.

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Kurzmeldungen
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    Auch in Apotheken darf es weihnachten

    OLDENBURG (MedCon/ms) - Das Oberlandesgericht Oldenburg hat entschieden, dass Apotheken in der Adventszeit günstige Weihnachtsartikel bewerben und verkaufen dürfen. Die Richter sahen darin keinen Wettbewerbsverstoß und hoben damit eine Entscheidung aus erster Instanz auf. Die Begründung: Der Verkauf habe nicht der Umsatzsteigerung, sondern der Verbreitung vorweihnachtlicher Stimmung gedient.

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    Pharmagroßhändler übernimmt Direktversorger

    26.02.2008 (MedCon/ms) - Ein weiteres Anzeichen für den erstarkenden Direktvertrieb? Der niederländische Pharmagrossist OPG verleibt sich für 132 Millionen Euro den Arznei- und Medizinbedarfversorger Byram Healthcare ein. Byram gehört zu den größten US-amerikanischen Direktlieferanten, die unmittelbar den Patienten versorgen. OPG tritt damit erstmals in den US-Markt ein und stärkt seine Position im Direktversorgergeschäft.

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    Keine ausländischen Arzneien in "internationalen" Apotheken

    24.01.2008 (MedCon/ms) - Eine "international" genannte Apotheke muss nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichten keine Arzneimittel aus aller Welt führen. Damit hob das Gericht ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster gegen die "Rathaus-Apotheke" in Hagen auf. Diese bietet nach eigenen Angaben Beratung in 16 Sprachen, ausländische Arzneibücher und einen Importservice an. Geklagt hatte die Apothekerkammer Westfalen-Lippe.

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    Rabattvertrag für Schizophrenie-Originalpräparat

    22.11.2007 (MedCon/ms) - Der Pharmahersteller Eli Lilly hat für sein Schizophrenie-Medikament Zyprexa (Olanzapin) Rabattverträge mit einigen AOK und der Deutschen BKK geschlossen. Mit den Rabattverträgen über will der Hersteller Generikaherstellern zuvorkommen. Im Juni hatte das Bundespatentamt Lilly das Patent für das Mittel entzogen.

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    "dm" will in Ungarn OTC-Arzneimittel verkaufen

    19.10.2007 - Wie die ungarische Tageszeitung Népszabadság (sprich: Nepschobodsag, dt.: "Freiheit des Volkes") berichtet, will die deutsche Drogeriemarktkette dm demnächst in Ungarn OTC-Arzneimittel verkaufen. Das Blatt zitiert dm-Manager Wolfgang Strasser mit der Aussage, dm wolle bis zum Jahresende in allen 203 ungarischen Filialen diese frei verkäuflichen Medikamente anbieten.

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    Apothekertag: Mehrwertsteuer auf Arzneimittel senken

    28.09.2007 (dpa) - Der Deutsche Apothekertag hat eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel von 19 auf 7 Prozent gefordert. Eine ermäßigte Mehrwertsteuer auf Medikamente würde das Gesundheitssystem um 2,5 Milliarden Euro pro Jahr entlasten, teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) am Donnerstag in Düsseldorf mit. In Ländern wie Frankreich, Italien oder Polen gelte für Arzneimittel bereits ein deutlich geringerer Mehrwertsteuersatz als der sonst landesübliche. Die "Düsseldorfer Erklärung" werde von Apothekern, Arzneimittelherstellern, Ärzten Krankenkassen und Patientenverbänden gleichermaßen unterstützt.

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    Apeg strebt gen Norden

    26.09.2007 (MedCon/ms) - Die Apothekeneinkaufsgenossenschaft Apeg will nach Informationen des Branchendienstes "apotheke adhoc" ihr Liefergebiet nach Norden erweitern. Ab Oktober sollen rund 50 Apotheken in Hamburg und Bremen für das Einkaufsprogramm gewonnen werden. Zurzeit sind etwa 150 Apotheken Kunden von Apeg.

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    Noch mehr Discount-Apotheken

    25.09.2007 (MedCon/ms) - Unter dem Namen "farma-plus-Apotheke" hat der Münchener Unternehmensberater Horst Tiedtke ein großhandelsunabhängiges Konzept für Discount-Apotheken entwickelt. Durch einen "optimierten Einkauf" und den "Verzicht auf Zugaben und aufwändige Schaufenstergestaltung" sollen günstige Preise realisiert werden. Alle farma-plus-Apotheken werden nach DIN ISO zertifiziert. Die bisher fünf teilnehmenden Apotheken haben ihre Kundenzahl "mehr als verdoppelt", so Tiedtke.

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    Bundesweite Apotheken-Notdienst-Hotline

    24.09.2007 (MedCon/ms) - Die Stiftung Deutsches Gesundheitstelefon startet am 27. September auf der Messe Expopharm die erste gebührenfreie und bundesweite Apotheken-Notdienst-Hotline. Unter 11 8 99 erfährt der Anrufer dann die nächste dienstbereite Apotheke, für 50 Cent kann er sich mit ihr verbinden lassen.

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    Rückruf von Omeprazol-Kapseln

    21.09.2007 (MedCon) - Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker informiert in Abstimmung mit der zuständigen Überwachungsbehörde über einen Rückruf des Herstellers biomo pharma GmbH. Betroffen sind wegen Untermischung mit Losartan Tabletten in unbekanntem Umfange beim Lohnhersteller Omeprazol-biomo 40 mg Kapseln in den Packungsgrößen 15, 30, 50, 60, und 100 Hartkapseln folgender Chargen: LC00 -398, -402, -404, -411, -412, -464, -465, -483, -491, -517, -519, -528. Alle öffentlichen Apotheken sind aufgefordert, die entsprechenden Packungen in Quarantäne zu nehmen.

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    Pharmamarken-Klau im Internet

    31.08.2007 (MedCon/ms) - Wie das US-amerikanische Markenschutz- Unternehmen MarkMonitor berichtet, verkauft die Mehrzahl der Online- Medikamentenanbieter zweifelhafte Produkte, missbraucht bekannte Marken und gefährdet die Verbraucherdaten. Bei zehn Prozent der 3160 untersuchten Anbieter wäre zur Ausgabe verschreibungspflichtiger Arzneimittel nicht einmal ein Rezept verlangt worden. In Deutschland sind allerdings nur zwei Prozent dieser Shops basiert.

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    Versandapotheke Sanicare wächst


    31.07.2007 (MedCon) - Die Versandapotheke Sanicare aus Bad Laer bei Osnabrück wächst stetig weiter. Der Umsatz habe sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/2007 um 76 Millionen Euro auf 356 Millionen Euro gesteigert. Dabei habe sich der Versandapothekenumsatz von 80 auf 125 Millionen Euro erhöht. Die Zahl der Mitarbeiter sei von 500 auf 662 angewachsen. Sanicare ist nach eigenen Angaben der größte Arzneimittelversender Deutschlands.