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– LUXEMBURG (MedCon/sw) – Den Apothekern in Deutschland ist das Geschäftsgebahren von DocMorris und Co von Anfang an ein Dorn im Auge gewesen. Heute hat vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg die Verhandlung über das Fremd- und Mehrbesitzverbot begonnen.
Konkret geht es bei der Verhandlung in Luxemburg um den Fall einer Apotheke in Saarbrücken, die von der Internet-Versandapotheke DocMorris betrieben wird. Vier Apotheker, die saarländische Apothekerkammer und der Deutsche Apothekerverband sind der Meinung, dass die Eröffnung dieser speziellen Apotheke gegen deutsche Gesetze verstößt. Demnach darf nur ein Apotheker eine Apotheke besitzen.
Das Urteil würde auch die Entwicklungen auf dem Drogeriemarkt beeinflussen. Sollte der Europäische Gerichtshof das in Deutschland herrschende Verbot kippen, stünde einem Unternehmen wie Schlecker oder dm nichts mehr im Wege, mehr als bisher ins Apothekengeschäft einzusteigen (wir berichteten). Ein abschließendes Urteil erwarten Kenner des Gesundheitsmarktes aber nicht mehr in diesem Jahr.
Bisher ist es Unternehmen aber auch einzelnen Apothekern verwehrt, eine ganze Reihe von Apotheken zu eröffnen. Das deutsche Recht sieht vor, dass ein Apotheker nicht mehr als vier Apotheken unterhalten darf. Dies ist unter Mehrbesitzverbot zusammengefasst.
"Wir haben heute vor dem Gerichtshof unsere Argumente dargelegt. Jetzt hoffen wir, dass das Verfahren im Sinne der Verbraucher entschieden wird", sagte der Gründer und Vorstandsvorsitzende von DocMorris, Ralf Däinghaus nach der Verhandlung in Luxemburg. Der Geschäftsmann gibt sich optimistisch. Schließlich habe das Gericht schon einmal positiv entschieden, als es um den Versandhandel von Arzneimitteln ging.
OLDENBURG (MedCon/ms) - Das Oberlandesgericht Oldenburg hat entschieden, dass Apotheken in der Adventszeit günstige Weihnachtsartikel bewerben und verkaufen dürfen. Die Richter sahen darin keinen Wettbewerbsverstoß und hoben damit eine Entscheidung aus erster Instanz auf. Die Begründung: Der Verkauf habe nicht der Umsatzsteigerung, sondern der Verbreitung vorweihnachtlicher Stimmung gedient.
26.02.2008 (MedCon/ms) - Ein weiteres Anzeichen für den erstarkenden Direktvertrieb? Der niederländische Pharmagrossist OPG verleibt sich für 132 Millionen Euro den Arznei- und Medizinbedarfversorger Byram Healthcare ein. Byram gehört zu den größten US-amerikanischen Direktlieferanten, die unmittelbar den Patienten versorgen. OPG tritt damit erstmals in den US-Markt ein und stärkt seine Position im Direktversorgergeschäft.
24.01.2008 (MedCon/ms) - Eine "international" genannte Apotheke muss nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichten keine Arzneimittel aus aller Welt führen. Damit hob das Gericht ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster gegen die "Rathaus-Apotheke" in Hagen auf. Diese bietet nach eigenen Angaben Beratung in 16 Sprachen, ausländische Arzneibücher und einen Importservice an. Geklagt hatte die Apothekerkammer Westfalen-Lippe.
22.11.2007 (MedCon/ms) - Der Pharmahersteller Eli Lilly hat für sein Schizophrenie-Medikament
Zyprexa (Olanzapin) Rabattverträge mit einigen AOK und der Deutschen
BKK geschlossen. Mit den Rabattverträgen über will der
Hersteller Generikaherstellern zuvorkommen. Im Juni hatte das Bundespatentamt Lilly das Patent
für das Mittel entzogen.
19.10.2007 - Wie die ungarische Tageszeitung Népszabadság (sprich: Nepschobodsag, dt.: "Freiheit des Volkes") berichtet, will die deutsche Drogeriemarktkette dm demnächst in Ungarn OTC-Arzneimittel verkaufen. Das Blatt zitiert dm-Manager Wolfgang Strasser mit der Aussage, dm wolle bis zum Jahresende in allen 203 ungarischen Filialen diese frei verkäuflichen Medikamente anbieten.
28.09.2007 (dpa) - Der Deutsche Apothekertag hat eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel von 19 auf 7 Prozent gefordert. Eine ermäßigte Mehrwertsteuer auf Medikamente würde das Gesundheitssystem um 2,5 Milliarden Euro pro Jahr entlasten, teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) am Donnerstag in Düsseldorf mit. In Ländern wie Frankreich, Italien oder Polen gelte für Arzneimittel bereits ein deutlich geringerer Mehrwertsteuersatz als der sonst landesübliche. Die "Düsseldorfer Erklärung" werde von Apothekern, Arzneimittelherstellern, Ärzten Krankenkassen und Patientenverbänden gleichermaßen unterstützt.
26.09.2007 (MedCon/ms) - Die Apothekeneinkaufsgenossenschaft Apeg will nach Informationen des Branchendienstes "apotheke adhoc" ihr Liefergebiet nach Norden erweitern. Ab Oktober sollen rund 50 Apotheken in Hamburg und Bremen für das Einkaufsprogramm gewonnen werden. Zurzeit sind etwa 150 Apotheken Kunden von Apeg.
25.09.2007 (MedCon/ms) - Unter dem Namen "farma-plus-Apotheke" hat der Münchener Unternehmensberater Horst Tiedtke ein großhandelsunabhängiges Konzept für Discount-Apotheken entwickelt. Durch einen "optimierten Einkauf" und den "Verzicht auf Zugaben und aufwändige Schaufenstergestaltung" sollen günstige Preise realisiert werden. Alle farma-plus-Apotheken werden nach DIN ISO zertifiziert. Die bisher fünf teilnehmenden Apotheken haben ihre Kundenzahl "mehr als verdoppelt", so Tiedtke.
24.09.2007 (MedCon/ms) - Die Stiftung Deutsches Gesundheitstelefon startet am 27. September auf der Messe Expopharm die erste gebührenfreie und bundesweite Apotheken-Notdienst-Hotline. Unter 11 8 99 erfährt der Anrufer dann die nächste dienstbereite Apotheke, für 50 Cent kann er sich mit ihr verbinden lassen.
21.09.2007 (MedCon) - Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker informiert in Abstimmung mit der zuständigen Überwachungsbehörde über einen Rückruf des Herstellers biomo pharma GmbH. Betroffen sind wegen Untermischung mit Losartan Tabletten in unbekanntem Umfange beim Lohnhersteller Omeprazol-biomo 40 mg Kapseln in den Packungsgrößen 15, 30, 50, 60, und 100 Hartkapseln folgender Chargen: LC00 -398, -402, -404, -411, -412, -464, -465, -483, -491, -517, -519, -528. Alle öffentlichen Apotheken sind aufgefordert, die entsprechenden Packungen in Quarantäne zu nehmen.
31.08.2007 (MedCon/ms) - Wie das US-amerikanische Markenschutz- Unternehmen MarkMonitor berichtet, verkauft die Mehrzahl der Online- Medikamentenanbieter zweifelhafte Produkte, missbraucht bekannte Marken und gefährdet die Verbraucherdaten. Bei zehn Prozent der 3160 untersuchten Anbieter wäre zur Ausgabe verschreibungspflichtiger Arzneimittel nicht einmal ein Rezept verlangt worden. In Deutschland sind allerdings nur zwei Prozent dieser Shops basiert.
31.07.2007 (MedCon) - Die Versandapotheke Sanicare aus Bad Laer bei Osnabrück wächst stetig weiter. Der Umsatz habe sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/2007 um 76 Millionen Euro auf 356 Millionen Euro gesteigert. Dabei habe sich der Versandapothekenumsatz von 80 auf 125 Millionen Euro erhöht. Die Zahl der Mitarbeiter sei von 500 auf 662 angewachsen. Sanicare ist nach eigenen Angaben der größte Arzneimittelversender Deutschlands.